Ich geh Foten
Hallo zusammen,
heute soll es um eine Merkwürdigkeit der neudeutschen Sprache gehen.
In früheren Jahren traf man sich mit Gleichgesinnten, um in der Natur oder im Studio Fotoaufnahmen zu machen. Man ging gemeinsam auf Fototour oder zur Studiofotografie.
Den heutigen jungen wilden Fotografen scheint jedoch die Zeit abhanden gekommen zu sein.
Neusprech muß her, kurz und dynamisch muß es sein! „Ich gehe foten“ heißt es heute kurz und knackig.
Foten, was ist das denn? Ich kenne Pfoten, die Füße von Tieren, aber Foten ohne P ist mir bisher unbekannt gewesen. Zoten kenne ich auch. Aber „Foten“ für Fotografieren ist einfach schrecklich.
Was soll dieses sinnlose Verkürzen. Haben wir wirklich keine Zeit mehr, ordentlich miteinander zu kommunizieren?
Nun ist diese Sprache ja häufig in Foren anzutreffen. Da schreibt man ja, muß man da nicht eigentlich Schriftsprache schreiben? Hat man auch da keine Zeit mehr? Überlegt sich keiner mehr, was ordentlicher Schreibstil ist?
Nicht dass ich altmodisch bin, aber manche Neuerungen mache ich einfach nicht mit!!
So, ich gehe jetzt fot……ografieren
28. August 2009 um 16:12
Da stimme ich dir zu. Abkürzen um des Abkürzens willen ist eine Unsitte.
Aber mal was anderes, als gestalterischen Tipp: Ein Text liest sich, gerade im WWW, leichter, wenn man ihn in Abschnitte unterteilt. Das Auge muss zwischen den ganzen Buchstabenreihen einen Ruhepol finden. Dem Gehirn macht man es durch eine Strukturierung auch leichter.
So, und ich gehe jetzt auch mal noch schnell raus, bevor die Sonne sich entschließt unterzugehen.