Vernissage Lucie Skrivánková
Hallo zusammen,
jetzt geht es mal nicht um Fotos, sondern um echte Malerei.
Christine und ich waren gestern in der Galerie Arteck in Solingen. Dort hat die Künstlervermittlung Werftart eine Ausstellung organisiert. Die Künstlerin stammt aus Prag, ist junge 27 Jahre alt und heißt Lucie Skřivánková
Neben einigen großformatigen Arbeiten gibt es viel Kleinformate zu bestaunen, die an jede Wand passen würden. Doch welchen Stil hat sie, die Künstlerin? Sie arbeitet vorwiegend mit grauen Farben, in die sie farbige Akzente einbringt und auch Malersand verarbeitet.
zech radio sofa by Lucie Skřivánková
Doch was ist zu sehen? Ihre Bilder zeigen perspektivisch verformte Ansichten architektonisch sehr interessanter Ein- und Ansichten moderner Gebäude. Sei es das Innere einer modernen Bibliothek, ein Zugang zur U-Bahn, durch den verdrehten Blick von Oben entstehen interessante Eindrücke. Man scheint über den Dingen zu schweben, nimmt also eine beobachtende Position ein . Als Beobachter hat man den Blick auf unterschiedliche Personengruppen, aber auch einfach in die Leere des Raums. Da die Personen zum Teil weit auseinander stehen, kommt das Gefühl von Einsamkeit und Isolation auf. Ein weiteres Element ist die Darstellung von Explosionen, die die Künstlerin zur Zeit sehr interessieren.
Am gestrigen Abend wurde die Ausstellung bei Anwesenheit der Künstlerin eröffnet. Und das war gut so, denn die Bilder entfalteten unter den charmanten Erklärungen von Lucie einen ganz besonderen Reiz..
Kurz gesagt, so lasse ich mir Kunst gefallen. Abseits allem sonst üblichen Gehabe einfach in entspannter Atmosphäre gut gemachte Bilder anschauen und die Wirkung mit der Künstlerin besprechen können, so sollten Ausstellungen gestaltet sein.
Einen Bericht zur Ausstellung gibt es hier: Solinger Tageblatt
14. November 2010 um 13:23
Ich kann nur bestätigen, was Thomas geschrieben hat.
So mag auch ich die Kunstszene: Eine souverän mit dem Publikum umgehende Künstlerin mit einer völlig natürlichen, smypathischen Ausstrahlung; meisterhafte Gemälde, in denen die „Wirklichkeit transformiert“ wird, wie Frau Skrivankova es auf ihrer Website selbst beschreibt; eine Galerie, die etwas Gemütlich-Anheimelndes an sich hat; und ein Veranstalter, der selbst freischaffender Künstler ist und mit Herzblut hinter dem steht, was er tut.
Fazit: Gelungen! Nun wollen wir bloß noch fest die Daumen drücken, dass viele Bilder verkauft werden.